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Forschungsobjekt Mietnomade
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71043349Erinnern Sie sich noch an „Florida-Rolf“? Im August 2003 berichtete „Bild“, dass Deutschlands Steuerzahler diesem Mann per Sozialhilfe ein Appartement in Miami Beach finanzierten. Damals waren exakt 959 im Ausland lebende Personen sozialhilfeberechtigt. Innerhalb kürzester Zeit verabschiedete die Bundesregierung verschärfte Richtlinien zur Zahlung von Sozialhilfe ins Ausland.

 

Bei der Bekämpfung von Mietnomaden lässt sich die Bundesregierung etwas mehr Zeit. Aber immerhin ist dieses Thema nun auch in der Politik angekommen. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP notiert die Absicht, Mietnomaden das Handwerk zu legen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erarbeitet die Forschungsstelle für Immobilienrecht an der Universität Bielefeld jetzt ein Gutachten zu Mietausfällen durch Mietnomaden. Betroffene können ihre Erfahrungen mit Personen schildern, die in betrügerischer Absicht Mietverhältnisse begründen und keine Miete zahlen (siehe „Sind Sie Opfer eines Mietnomaden?“).

 

Vermieter, die entsprechende Erfahrungen sammeln mussten, sollten sich an dem Forschungsvorhaben mit ihren Fallschilderungen beteiligen. Die Politik wird nur aktiv werden, wenn der Nachweis gelingt, dass sich hinter dem Mietnomadenunwesen relevante Fallzahlen verbergen. Ein „Florida-Rolf“ soll nicht mehr reichen.

 

Dr. Andreas Stücke

Generalsekretär von Haus & Grund Deutschland

Sind Sie Opfer eines Mietnomaden?

Uni Bielefeld sucht im Auftrag der Bundesregierung betroffene Vermieter

 

Wer Opfer eines Mietnomaden wird, muss erhebliche finanzielle Einbußen verkraften oder sogar um seine Existenz fürchten. Das soziale Mietrecht ermöglicht diesen Betrügern, bis zu zwei Jahre in einer Wohnung zu leben, ohne je einen Cent Miete überwiesen zu haben. Als Anwalt der privaten Vermieter sieht Haus & Grund diesem Treiben nicht zu. Mit konkreten Vorschlägen zur wirksamen Abwehr von Mietnomaden ist Haus & Grund in den vergangenen Monaten auf die politischen Entscheidungsträger zugegangen. Der politische Druck ist mittlerweile so hoch, dass die Bundesregierung um das Thema nicht mehr herumkommt.

 

Um die Dimension des Mietnomadentums den Abgeordneten im Deutschen Bundestag vor Augen zu führen, haben das Bundesjustiz- und das Bundesbauministerium die Universität Bielefeld beauftragt, dem Problem auf den Grund zu gehen. Es geht in erster Linie darum, die Erfahrungen privater Vermieter zu dokumentieren, die mit Mietnomaden konfrontiert waren oder noch sind. Unter Mietnomaden sind Personen zu verstehen, die in betrügerischer Absicht Mietverhältnisse begründen, keine Miete zahlen und die Wohnung (verwahrlost) zurücklassen oder sich gar herausklagen lassen.

 

Betroffene können sich telefonisch bei Haus & Grund melden (Tel.: 030/202 16 510) oder sich per E-Mail (mietnomaden@uni-bielefeld.de) oder per Post an die Forschungsstelle für Immobilienrecht, Universität Bielefeld, Fakultät für Rechtswissenschaft, Prof. Jacoby / Prof. Artz, Postfach 10 01 31, 33501 Bielefeld wenden.

Kostenfrei

Die Anlage Ihrer Mietkaution beim Bankhaus J. Faisst OHG ist kostenfrei*. Viele Banken nehmen für die Anlage einer Mietkaution erhebliche Gebühren. Andere Banken lehnen es überhaupt ab, Mietkautionskonten zu führen.

 

*Gebühren für das PostIdent-Verfahren (EUR 6,50 - Stand Feb. 2010)

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