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Die Förderung energetischer Modernisierungen von Wohnraum kommt langsam, aber sicher unter die Räder. Der Unterbrechung der energetischen Fördermaßnahmen durch die KfW folgte das Aus des Marktanreizprogramms, das den Einbau von Öko-Heizungen begünstigte. Kurz nach der Wiederaufnahme der KfW-Förderung verschlechterte die Bank ihre Konditionen. Aus der im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP angekündigten Steigerung der Modernisierungsquote wird so nichts.
Die Koalitionäre müssen sich nicht vorhalten lassen, bei ihrer Ankündigung getrickst zu haben. Schließlich stellten sie in ihrem Vertrag alle angekündigten Maßnahmen unter Finanzierungsvorbehalt. Warum sie sich die Ankündigung nicht gleich geschenkt haben, ist ein anderes Thema. 1,7 Billionen Euro Schulden hat dieses Land nicht seit gestern.
Wer nun eine Debatte darüber erwartet hat, ob mit dem Absturz der Fördermaßnahmen nicht auch die Anforderungen an die energetische Qualität im Wohnungsbestand zurückgeschraubt oder wenigstens eingefroren werden sollten, liegt allerdings vollkommen falsch. Die Umweltpolitik diskutiert forsch die nächste Verschärfung der Energieeinsparverordnung im Jahr 2012. Die Immobilieneigentümer machen das selbstverständlich mit. Natürlich unter Finanzierungsvorbehalt.
Dr. Andreas Stücke
Generalsekretär von Haus & Grund Deutschland
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